Das MPU-Gutachten ist das Ergebnis der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung. Es wird von einer akkreditierten Begutachtungsstelle erstellt und dient der Fahrerlaubnisbehörde als Entscheidungsgrundlage darüber, ob Ihnen der Führerschein wieder erteilt wird.
Die drei möglichen Ergebnisse
Ein MPU-Gutachten kann drei Ergebnisse haben: Positiv bedeutet, dass Ihre Fahreignung wiederhergestellt ist und Sie den Führerschein zurückbekommen können. Negativ bedeutet, dass die Gutachter keine ausreichende Verhaltensänderung feststellen konnten. Offen (auch „Nachbegutachtung empfohlen") bedeutet, dass Ihre Entwicklung vielversprechend ist, aber noch nicht abgeschlossen - zum Beispiel wenn der Abstinenzzeitraum zu kurz ist.
Was passiert bei einem negativen Gutachten?
Ein negatives Gutachten muss der Behörde nicht vorgelegt werden - Sie haben ein Einsichtsrecht. Sie können die MPU erneut ablegen, allerdings empfiehlt es sich, zuvor die Gründe für das Scheitern mit einem erfahrenen Berater zu analysieren und gezielt nachzubessern. Eine erneute MPU ist jederzeit möglich, es gibt keine Wartefrist.
Wie ist ein MPU-Gutachten aufgebaut?
Das Gutachten enthält die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung, der Leistungstests sowie eine ausführliche Zusammenfassung des psychologischen Gesprächs. Der Gutachter bewertet Ihre Deliktverarbeitung, Ihre Veränderungsmotivation und gibt eine Prognose über Ihr zukünftiges Verhalten im Straßenverkehr ab.