Die Haaranalyse ist neben dem Urinscreening die wichtigste Methode, um bei der MPU eine Abstinenz von Alkohol oder Drogen nachzuweisen. Sie bietet den Vorteil, einen längeren Zeitraum mit nur einer Probe abzudecken.
Wie funktioniert die Haaranalyse?
Beim Konsum von Alkohol oder Drogen werden Stoffwechselprodukte über das Blut in die Haarwurzel eingebaut und wachsen mit dem Haar heraus. Da Haare etwa 1 cm pro Monat wachsen, kann anhand der Haarlänge ein entsprechender Zeitraum abgedeckt werden: 3 cm Haar entsprechen etwa 3 Monaten. Untersucht werden je nach Fragestellung ETG (bei Alkohol) oder verschiedene Drogenmetaboliten.
Vorteile und Grenzen
Der Vorteil ist die Abdeckung eines längeren Zeitraums ohne mehrere Termine. Die Grenzen: Stark gebleichte, gefärbte oder sehr kurze Haare können das Ergebnis verfälschen. Auch Körperhaare können verwendet werden, wachsen aber langsamer und haben ein anderes Nachweisverhalten. Die Haaranalyse muss von einem forensisch zertifizierten Labor durchgeführt werden.